Land der KorrektInnen
Die bizarrste Meldung des gestrigen Tages kommt aus Österreich, dem Nachbarland, auf das im Wahlkampf so oft neidisch geblickt wurde.
Aber auch Österreich hat Probleme, schwere Probleme gar.
Denn die Nationalhymne ist nicht frauenfreundlich genug und gehört geändert.
Auch soll es statt "Vaterland" in Zukunft "Heimatland" heißen. Interessieren würde mich, ob demzufolge in Zukunft in Österreich auch nicht mehr von der "Muttersprache" gesprochen werden darf, da muß sich doch eine politisch korrektere Lösung finden.Wer's nicht glauben kann:Frauenministerin Rauch-Kallat hat ihren weiblicheren Alternativtext
vorgelegt. Statt "Heimat bist du großer Söhne" soll Österreich "Heimat großer
Töchter, Söhne" singen. Und statt "Einig lass in Brüderchören ..." dürfte es
alsbald "Einig lass in freudgen Chören ..." heißen. Fix ist freilich noch
nichts: Kanzler Schüssel will seine Ministerinnen beauftragen, bis zum
Nationalfeiertag einen konsensfähigen Text vorzulegen. Zustimmung zur
beabsichtigten Verfraulichung der Hymne kam umgehend von der rot-grünen
Opposition, die schon seit langem eine Änderung fordert.

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